Netzwerkevaluation

Eine zentrale Frage für Netzwerke ist das Verhältnis von Nutzen und Aufwand: Wo macht die Kooperation die Arbeit leichter, wo schafft sie Emergenz, also Ergebnisse, die ohne Zusammenarbeit gar nicht zu erzielen wären – und wo belastet sie stärker, als sie unterstützt? Der Mehrwert von Netzwerken hinsichtlich ihres Beitrages zu Effizienz und/oder Effektivität wird in der Praxis bislang kaum systematisch überprüft und quantifiziert.

Um in einem Netzwerk zielgerichtet und wirksam handeln zu können, braucht es Klarheit über den internen Zustand des Netzwerkes (Zufriedenheit und Engagement der Mitglieder, Stand der Arbeit, Entwicklungsperspektiven etc.) wie darüber, wie es nach außen wirkt (Image, Wahrnehmung der Resultate durch die Stakeholder, Verbindung mit anderen Initiativen etc.). Eine solche umfassende Analyse erfordert die Verbindung und den Abgleich von Informationen und Rückmeldungen aus verschiedenen Quellen und vor unterschiedlichem Hintergrund.

Werden alle zugänglichen Informationen ausgewertet, können diese schnell einen kaum noch zu bewältigenden Umfang haben. Deshalb sollten die Informationen mit einem Analyseraster aufbereitet werden, das ein Zusammenfassen, Sortieren, Kombinieren und Vereinfachen erlaubt, ohne wesentlich an Substanz zu verlieren.

Es hat sich bewährt, Netzwerkevaluation auf drei Hauptaspekte mit jeweils zwei Dimensionen auszurichten:

  1. Zweck des Netzwerkes mit den Dimensionen
  • Zielsystem: was soll erreicht werden?
  • Nachhaltigkeit: Was soll auf Dauer bleiben?
  1. Struktur des Netzwerkes mit den Dimensionen
  • Akteure: Sind die wichtigen Partner beteiligt?
  • Steuerung: hat das Netzwerk ein angemessenes Management?
  1. Prozesse im Netzwerkes mit den Dimensionen
  • Interaktionen: Wie und in welcher Qualität arbeiten die Akteure zusammen
  • Wirkungen: Was sind die Resultate?

 

Diese sechs Dimensionen können in erfolgskritische Merkmale heruntergebrochen, ausgewertet und bei Bedarf numerisch wie grafisch aufbereitet werden.

Mehr dazu finden Sie in den Downloads „Erfolgsfaktoren in der Netzwerkarbeit“,  „Qualitätssicherung in der Netzwerkarbeit“ und mit einem Fokus auf die Entwicklungs-Zusammenarbeit in „Netzwerkevaluation – Ein Werkzeug der GIZ